Atlassian, der Software-Hersteller hinter Tools wie Jira, Confluence und Trello, vollzieht seit Jahren einen
radikalen Strategiewechsel: weg von selbstgehosteten Server-Installationen hin zu einer klaren Cloud-Only-Strategie.
Der Support für klassische Server-Produkte wurde bereits eingestellt, und auch Data-Center-Kunden stehen mittelfristig vor der Entscheidung, in die Atlassian Cloud zu wechseln oder auf andere Lösungen umzusteigen. Für viele Unternehmen ist das nicht nur ein technisches, sondern ein strategisches Thema: Es geht um Kosten, Vendor Lock-in, Datenschutz, Compliance und digitale Souveränität. In diesem Artikel beleuchten wir die Hintergründe der Atlassian-Strategie, zeigen Alternativen auf – mit einem Fokus auf Stackfield – und erklären, wie moderne On-Premise- und Multi-Cloud-Strategien eine echte Alternative zur erzwungenen Cloud-Migration sein können.
Die Cloud-First-Strategie von Atlassian
Atlassian richtet seine Produktstrategie klar auf die eigene Cloud aus. Neue Funktionen erscheinen zuerst oder ausschließlich in der Cloud, Preis- und Lizenzmodelle sind auf Abonnements ausgelegt und klassische Server-Produkte wurden aus dem Portfolio genommen. Für Atlassian hat das klare Vorteile: wiederkehrende Einnahmen, geringerer Support- und Wartungsaufwand, vereinfachte Produktlandschaft und eine schnellere Innovationsgeschwindigkeit.
Für Kunden bedeutet der Cloud-Fokus jedoch einen tiefen Eingriff in bestehende Strukturen. Unternehmen, die teilweise über ein Jahrzehnt auf Jira und Confluence on-premise gesetzt haben, müssen Workflows, Integrationen, Add-ons und Daten migrieren. Das ist nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern auch organisatorisch und finanziell herausfordernd.
Insbesondere regulierte Branchen – etwa Finanzdienstleister, Gesundheitswesen, Behörden oder kritische Infrastrukturen – müssen ihre Compliance- und Datenschutzanforderungen sehr genau prüfen, bevor sie Daten in eine Public Cloud verlagern.
Vendor Lock-in und Kostenentwicklung
Ein zentrales Problem der Cloud-Only-Strategie ist das zunehmende Vendor Lock-in. Während On-Premise-Lösungen es erlaubten, Software notfalls länger als geplant weiterzubetreiben oder schrittweise zu migrieren, hängt man in einem reinen Cloud-Modell von den Entscheidungen des Anbieters ab. Änderungen an Lizenzbedingungen, Preiserhöhungen, Einschränkungen in den Plänen oder das Entfernen von Funktionen können nicht mehr einfach umgangen werden.
Hinzu kommt, dass die Kostenkurve in der Cloud oft unterschätzt wird. Was für kleine Teams günstig startet, kann bei hunderten oder tausenden Nutzern schnell zu einer erheblichen Dauerbelastung werden. Die „unsichtbare“ Kostenkomponente ist dabei der Zwang, immer im Abo zu bleiben – ein Ausstieg ist nur durch eine Migration auf andere Systeme möglich.
Datenschutz, Compliance und Kontrolle
Für europäische Unternehmen ist die Frage der DSGVO-Konformität und der Datensouveränität besonders kritisch. Selbst wenn ein Hersteller Daten in europäischen Rechenzentren speichert, bleibt häufig die Frage, welche Unterauftragsverarbeiter beteiligt sind, welche Rechtsräume greifen und inwieweit staatliche Zugriffe auf Daten ausgeschlossen werden können. Gerade bei sensiblen Informationen, etwa zu Bürgern, Patienten oder hochvertraulichen Geschäftsprozessen, reichen Standard-Zertifizierungen vielen Datenschutzbeauftragten nicht aus.
In der Cloud hat ein Unternehmen zudem weniger Einfluss auf Sicherheitsarchitektur, Update-Zyklen und
Incident-Management. Eigene Verschlüsselungskonzepte, Intrusion-Detection-Systeme oder Netzwerksegmentierung über das Standardangebot hinaus lassen sich in Managed-Cloud-Umgebungen oft nicht oder nur eingeschränkt umsetzen. Wer maximale Kontrolle benötigt, kommt daher um selbstverwaltete Infrastrukturen oder streng regulierte europäische Cloud-Modelle nicht herum.
Warum Cloud nicht immer die beste Lösung ist
Cloud ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Mittel, um Flexibilität, Skalierbarkeit und schnelle Bereitstellung von
Funktionen zu erreichen. Es gibt aber zahlreiche Szenarien, in denen eine reine Cloud-Strategie nicht optimal ist:
- Strenge rechtliche Anforderungen an Datenhaltung und Verarbeitung (z. B. öffentliche Verwaltung, kritische Infrastrukturen).
- Hoher Schutzbedarf für Geschäftsgeheimnisse oder personenbezogene Daten.
- Standorte mit eingeschränkter oder instabiler Internetanbindung.
- Starke Individualisierung von Workflows, Integrationen und Add-ons, die in Managed-Umgebungen nur begrenzt möglich sind.
- Langfristige Kostenoptimierung und Wunsch nach Unabhängigkeit von Preismodellen eines Herstellers.
In diesen Fällen bleiben On-Premise- oder hybride Ansätze wichtiger Baustein einer nachhaltigen IT-Strategie. Sie erfordern zwar eigenes Know-how und Verantwortung, geben Unternehmen aber im Gegenzug die Hoheit über ihre zentrale Kollaborations- und Projektplattform zurück.
Stackfield als Alternative zu Atlassian
Eine besonders interessante Alternative zu Atlassian ist Stackfield – eine in Deutschland entwickelte
All-in-One-Collaboration-Plattform. Stackfield vereint Funktionen, die bei Atlassian auf mehrere Produkte verteilt sind: Aufgaben- und Projektmanagement (vergleichbar mit Jira), Kommunikation (Chat und Meetings, ähnlich wie Teams/Slack) sowie Dokumentation und Dateiverwaltung (ähnlich Confluence und SharePoint).
Sicherheit und Datenschutz: Made in Germany
Stackfield verfolgt einen klaren Sicherheitsfokus. Alle Inhalte können Ende-zu-Ende verschlüsselt werden – die Ver- und Entschlüsselung findet im Browser der Nutzer statt. Der Anbieter selbst hat dadurch keinen Zugriff auf die eigentlichen Inhalte. Dies ist ein fundamental unterschiedlicher Ansatz zur Cloud-as-a-Service-Logik herkömmlicher Anbieter und maximiert die Kontrolle für Nutzer und Administratoren.
Ein entscheidender Vorteil von Stackfield ist die Flexibilität bei der Deployment-Option. Unternehmen können Stackfield in verschiedenen Betriebsmodi einsetzen: Als gehostete Lösung in deutschen Rechenzentren, als Private Cloud beim Betreiber ihrer Wahl, oder als vollständig selbstgehostete On-Premise-Installation. Diese Flexibilität ermöglicht es, Stackfield sowohl in Cloud-Strategien als auch in kompletten On-Premise-Umgebungen einzusetzen – ohne Kompromisse bei Sicherheit und Datensouveränität.
In Kombination mit dem Hosting in deutschen Rechenzentren (bei der Cloud-Variante) oder der eigenen Infrastruktur (bei On-Premise) entsteht ein sehr hohes Maß an Datensouveränität und DSGVO-Konformität, das insbesondere für Behörden, Kanzleien, Agenturen und regulierte Branchen attraktiv ist. Auch Unternehmen in kritischen Infrastrukturen, Gesundheits- und Finanzsektor profitieren von dieser Kontrolle und Flexibilität.
Im Gegensatz zu vielen US-zentrierten Cloud-Diensten reduziert Stackfield damit nicht nur theoretische, sondern auch praktische Risiken durch extraterritoriale Zugriffe. Bei der On-Premise-Variante entfallen diese Risiken komplett, da die vollständige Kontrolle bei der eigenen Organisation verbleibt. Für Unternehmen, deren Datenschutzbeauftragte bei Atlassian-Cloud oder anderen internationalen Anbietern Bauchschmerzen bekommen, ist das ein starkes Argument – unabhängig davon, ob sie sich für die gehostete oder die selbstgehostete Variante entscheiden.
Funktionsumfang von Stackfield
Stackfield bietet ein breites Spektrum an Funktionen für die tägliche Zusammenarbeit:
- Aufgabenverwaltung mit Boards, Listen, Gantt-Ansichten, Prioritäten und Abhängigkeiten.
- Team-Chat mit thematischen Räumen und strukturierter Kommunikation.
- Audio- und Videomeetings inklusive Bildschirmfreigabe.
- Dokumenten- und Dateiverwaltung mit Versionierung, Freigaben und Kommentaren.
- Wikis, Seiten und Whiteboards für Dokumentation und visuelle Zusammenarbeit.
- Kalender und Terminplanung, inklusive Zuordnung zu Aufgaben und Projekten.
Damit kann Stackfield im Kern Jira, Confluence, Teile von Microsoft Teams und File-Sharing-Lösungen ersetzen – mit einem einheitlichen Bedienkonzept und ohne Brüche zwischen den Tools. Zudem ist Stackfield sowohl als Cloud-Service als auch als On-Premise-Variante verfügbar, womit es sich in streng regulierte IT-Umgebungen integrieren lässt.
Stärken und Grenzen von Stackfield im Vergleich zu Atlassian
Die Stärken von Stackfield liegen klar in Sicherheit, Einfachheit und Integration. Wer vor allem eine moderne
Kollaborationsplattform mit Projektmanagement, Chat und Dokumentation sucht, bekommt hier alles aus einer Hand. Durch den Fokus auf Datenschutz und deutsche Rechenzentren eignet sich Stackfield besonders für Organisationen, die Atlassian aus regulatorischen Gründen nicht (mehr) einsetzen können oder wollen.
Grenzen zeigen sich dort, wo sehr komplexe, hochkonfigurierte Jira-Workflows mit vielen Spezial-Apps im Einsatz sind. Atlassian bietet eine riesige Marketplace-Landschaft, die in dieser Breite kaum ein anderer Anbieter abdeckt. Für die meisten Unternehmen ist dies aber eher Luxus als Notwendigkeit. Wer bereit ist, Prozesse etwas zu standardisieren, findet in Stackfield eine deutlich fokussiertere und zugleich sicherere Umgebung.
Weitere Alternativen zu Atlassian
Neben Stackfield gibt es eine Reihe weiterer Lösungen, die einzelne oder mehrere Atlassian-Produkte ersetzen können. Welche Alternative sinnvoll ist, hängt stark vom Schwerpunkt ab: reines Projektmanagement, Wissensmanagement, DevOps oder All-in-One-Collaboration.
OpenProject – Open-Source-Projektmanagement
OpenProject ist eine der bekanntesten Open-Source-Alternativen zu Jira. Es bietet klassische Projektplanung mit Gantt-Diagrammen, agiles Projektmanagement mit Scrum- und Kanban-Boards, Zeiterfassung, Kostenmanagement, Roadmaps und Foren. OpenProject kann sowohl On-Premise als auch als europäischer Cloud-Service betrieben werden und ist damit ideal für Unternehmen, die Wert auf Datensouveränität legen.
Besonders interessant ist, dass OpenProject offiziell Kubernetes-Deployments unterstützt. Das macht die Lösung bestens geeignet für moderne Hybrid- und Multi-Cloud-Szenarien, in denen der gleiche Software-Stack in mehreren Umgebungen identisch betrieben werden soll.
OpenProject + XWiki – Vollständige Open-Source-Suite
In Kombination mit XWiki, einer mächtigen Open-Source-Wiki-Plattform, entsteht eine vollständige Alternative zu Jira und Confluence. OpenProject übernimmt Projekt- und Aufgabenmanagement, XWiki das Wissensmanagement. Beide Systeme sind selbsthostbar und können in Private-Cloud-, Hybrid-Cloud- oder Multi-Cloud-Architekturen betrieben werden – inklusive Integration in Identity-Management und Monitoring.
Redmine und Easy Redmine
Redmine ist ein langjähriger Open-Source-Klassiker für Issue Tracking und Projektmanagement. Es ist extrem flexibel, bietet Wikis, Foren, Zeiterfassung und Gantt-Ansichten. Die Oberfläche wirkt im Vergleich zu jüngeren Tools etwas altmodisch, dafür ist Redmine sehr stabil, schnell und durch eine große Plugin-Landschaft erweiterbar. Easy Redmine baut darauf auf und liefert eine moderne UI sowie zusätzliche Enterprise-Funktionen.
YouTrack, Taiga, GitLab & Co.
YouTrack von JetBrains ist eine kommerzielle, aber vergleichsweise günstige Alternative zu Jira mit Fokus auf Entwicklungsteams und tiefer Integration in JetBrains-IDEs. Taiga ist eine schlanke Open-Source-Plattform, die sich auf agiles Projektmanagement (Scrum, Kanban) konzentriert. GitLab wiederum ist eine umfassende DevOps-Plattform, die Versionskontrolle, CI/CD, Issue Tracking und Wiki-Funktionalität kombiniert und damit Jira + Bitbucket in vielen Umgebungen ersetzen kann.
Confluence-Alternativen: XWiki, BookStack, Docmost
Für Wissensmanagement und Dokumentation sind spezialisierte Werkzeuge wie XWiki, BookStack oder Docmost spannende Alternativen zu Confluence. Sie sind Open Source, selbsthostbar und bieten damit volle Kontrolle über Daten und Anpassungen. Je nach Bedarf lässt sich eine dieser Plattformen mit OpenProject, GitLab oder anderen Tools kombinieren.
On-Premise neu gedacht: Hybrid Cloud und Multi-Cloud
On-Premise bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig ein einzelnes Rechenzentrum im eigenen Keller. Moderne Infrastrukturen kombinieren lokale Ressourcen mit Private- und Public-Cloud-Diensten. Die beiden wichtigsten Konzepte sind dabei Hybrid Cloud und Multi-Cloud.
Hybrid Cloud – Kombination aus Private und Public Cloud
In einer Hybrid-Cloud-Architektur werden eigene Rechenzentren (oder eine Private Cloud bei einem Dienstleister) mit einem Public-Cloud-Anbieter kombiniert. Sensible Daten und Systeme laufen in der Private Cloud oder on-premise, skalierbare oder weniger kritische Workloads in der Public Cloud. So können Unternehmen die Vorteile beider Welten kombinieren: maximale Kontrolle dort, wo sie nötig ist, und maximale Flexibilität dort, wo sie sinnvoll ist.
Für Atlassian-Alternativen bedeutet das zum Beispiel: OpenProject, XWiki oder GitLab laufen im eigenen Rechenzentrum, während Build-Pipelines, Testumgebungen oder Analytics-Workloads in einer Public Cloud betrieben werden. Über VPNs, SD-WAN oder direkte Leitungen wird eine gemeinsame, logisch zusammenhängende Infrastruktur geschaffen.
Multi-Cloud – mehrere Public Clouds parallel nutzen
Multi-Cloud geht einen Schritt weiter: Hier kommen mehrere Public-Cloud-Anbieter parallel zum Einsatz. Das Ziel ist nicht nur Redundanz, sondern vor allem die Vermeidung von Vendor Lock-in und die Nutzung der jeweiligen Stärken der einzelnen Provider. So können beispielsweise europäische Anbieter für datenschutzkritische Workloads und Hyperscaler wie AWS, Azure oder Google Cloud für hochskalierbare oder spezialisierte Dienste genutzt werden.
Multi-Cloud-Strategien bieten:
- Geringeres Abhängigkeitsrisiko von einem einzelnen Provider.
- Höhere Ausfallsicherheit durch geografisch und technisch verteilte Ressourcen.
- Kostenoptimierung durch Auswahl der jeweils günstigsten oder passendsten Services.
- Möglichkeit, Best-of-Breed-Dienste verschiedener Anbieter zu kombinieren.
Auf der anderen Seite steigt die Komplexität: Identitäts- und Zugriffsmanagement, Monitoring, Security-Richtlinien und Netzwerkdesign müssen über mehrere Plattformen hinweg konsistent umgesetzt werden. Ohne zentrale Orchestrierung und klare Governance droht schnell ein unübersichtlicher Cloud-Zoo.
Kubernetes als Enabler für Hybrid und Multi-Cloud
Eine Schlüsselrolle in modernen Hybrid- und Multi-Cloud-Szenarien spielt Kubernetes. Als Standard für Container- Orchestrierung abstrahiert Kubernetes die darunterliegende Infrastruktur. Anwendungen werden als Container beschrieben und können auf beliebigen Kubernetes-Clustern laufen – egal, ob diese on-premise, bei einem europäischen Anbieter oder bei einem Hyperscaler betrieben werden.
Der Vorteil: Workloads werden portabel. Unternehmen können dieselbe Anwendung mit derselben Konfiguration in verschiedenen Clouds und im eigenen Rechenzentrum betreiben. Werkzeuge wie Helm Charts, GitOps (z. B. mit Argo CD), Service Meshes und zentrale Management-Plattformen erlauben ein einheitliches Deployment, Monitoring und Policy- Management über Cluster- und Anbietergrenzen hinweg.
Viele Atlassian-Alternativen – etwa OpenProject, GitLab oder moderne Wissensmanagement-Systeme – lassen sich via. Kubernetes deployen. Damit passen sie ideal in Strategien, in denen Anwendungen nicht an einen einzelnen Cloud-Anbieter gebunden sein sollen, sondern nach Bedarf verschoben oder parallel betrieben werden können.
Praxisnahe Cloud-Strategien: Von Single Cloud bis Multi-Cloud
Betrachtet man die verschiedenen Optionen, ergibt sich grob folgendes Bild:
- Single Cloud (z. B. Atlassian Cloud): Einfach, schnell, wenig eigener Aufwand, aber hohes Vendor-Lock-in und begrenzte Kontrolle.
- On-Premise: Maximale Kontrolle und Datensouveränität, ideal für regulierte Branchen – erfordert eigenes Know-how und Investitionen.
- Hybrid Cloud: Gute Balance aus Kontrolle und Flexibilität, komplexer im Design, aber für viele Unternehmen ein sinnvoller Mittelweg.
- Multi-Cloud: Maximale Flexibilität, Ausfallsicherheit und Kostenoptimierung – mit deutlich höherer Komplexität und Governance-Aufwand.
- Kubernetes-basierte Multi-Cloud: Cloud-native Zukunft, höchste Portabilität und Unabhängigkeit – ideal für DevOps-Teams und moderne Anwendungen.
Die Wahl des Modells sollte immer von den eigenen Anforderungen ausgehen: Welche Daten sind wie schützenswert? Welche regulatorischen Rahmenbedingungen gelten? Welche Skills sind im Team vorhanden? Wie hoch ist die Toleranz für Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern?
Fazit: Digitale Souveränität statt Zwangsmigration
Atlassians Cloud-Zwang ist ein Weckruf: Wer seine zentrale Arbeitsplattform vollständig in die Hände eines einzelnen Herstellers und dessen Cloud legt, macht sich langfristig abhängig – technisch, organisatorisch und finanziell. Das muss kein Problem sein, wenn Anforderungen, Risiko- und Kostenbewusstsein dazu passen. Für viele Organisationen, insbesondere in Europa, ist es jedoch sinnvoll, Alternativen aktiv zu prüfen.
Stackfield zeigt, dass es leistungsfähige, datenschutzfreundliche All-in-One-Plattformen „Made in Germany“ gibt. Mit OpenProject, XWiki, Redmine, YouTrack, Taiga, GitLab und weiteren Lösungen stehen reife Bausteine zur Verfügung, aus denen sich individuelle, souveräne Kollaborationslandschaften aufbauen lassen – on-premise, in Private Clouds oder in durchdachten Hybrid- und Multi-Cloud-Architekturen.
Entscheidend ist, dass Unternehmen die Wahl bewusst treffen: Welches Maß an Kontrolle, Unabhängigkeit und Datensouveränität wollen wir? Welche Workloads eignen sich für Public Cloud, welche müssen unter eigener Hoheit bleiben? Wer diese Fragen frühzeitig klärt, kann den erzwungenen Atlassian-Cloud-Umstieg als Chance nutzen – hin zu einer nachhaltigeren, souveränen und zukunftsfähigen IT-Landschaft.